Feedback zum Abenteuer über den Greifenpass

Hier können wir dem geschätzten Meister Kritik/Wünsche/Lob zu den Abenteuern geben. Natürlich kann uns der Meister hier ebenfalls Feedback geben.

Feedback zum Abenteuer über den Greifenpass

Beitragvon Colwyn_Prandolf » Mo 26. Okt 2009, 13:14

Servus zusammen,

nach dem nervenaufreibenden Abend gestern und eine Nacht drüber schlafen, kommt nun mein erstes Feedback zu dem Abenteuer insgesamt und speziell zum gestrigen Spiel.
Alles in allem fand ich es ein schönes erstes Abenteuer, da so ziemlich alle Elemente eines Rollenspiels enthalten waren (gesellschaftliche Events, Wildnisleben, Kämpfe en masse ;-) Rätsel, Dungeon und Fantasy mit Einhorn und Feen). Wir haben die Basics des DSA4-System schön schrittweise kennengelernt und konnten uns mit den Regeln langsam vertraut machen. Am Anfang war es natürlich etwas schwierig die ein oder andere Tatsache zu akzeptieren (Ausweichen ist am Anfang eher schlecht, Passierschläge, dass auf beinahe alles eine Probe gewürfelt werden muss --> ich werfe ein Kissen in den Gang, etc.), aber ich denke es wird langsam besser.
Wie ich gestern schon erwähnt habe, müssen wir akzeptieren, dass wir Level 1 Pimpfe sind und uns die coolen Aktionen, die wir uns so im Geiste vorstellen, erst mit entsprechenden Sonderfertigkeiten möglich sind.
Die Atmosphäre war auch immer schön und man konnte sich gut in die Geschichte versetzen. Evtl. kam der Dialog mit den NPCs etwas zu kurz, was aber meistens an uns lag.

Nun speziell zu gestern:
-der Spieleabend war einfach viel zu lang für einen Sonntag Abend. Wir haben bis 0:30 Uhr gezockt und das von 15:00 uhr an ohne große Unterbrechung bis aufs Essen. Darauf hätte man nochmal 2 Abende machen können. Ich denke dadurch sind ein paar Dinge einfach nicht so gelaufen wie sie sollten. Die Stimmung wurde auch merklich gereizter und das ist ja nicht gerade zuträglich für ein gutes RP. Hier der Vorschlag an den Meister vielleicht noch großzügiger mit der Zeit zu sein und einrechenen, dass wir ziemlich langsam sind. Ich denke ist ist kein Problem spontan was einzubauen, wenn wir denn wirklich mal an einem Abend viel zu weit kommen würden. Also wäre der gestrige Abend auf 2 Termine aufgeteilt gewesen, wär's vom Zeitlichen her perfekt gewesen. Ich muss zugeben, dass wir (oder ich) auch ein bisschen Druck aufgebaut haben, weil wir das Abenteuer beenden wollten... das stimmt schon.

-Abgesehen vom langen Spiel und den angesprochenen Konsequenzen gibt es noch ein Wort zum Dungeon zu verlieren. Unterm Strich war auch das ganz OK. Das Kartenzeichnen und dann Raum für Raum zu erkunden. Allerdings denke ich, dass wir hier noch besser werden können. Es ist klar, dass wir jeden Raum einigermassen untersuchen werden/müssen. Allerdings wird das ziemlich eintönig, wenn jeder Raum erstmal beschrieben wird und jedesmal gesagt wird, dass man auch alles untersucht. Da müssen wir uns meiner Meinung noch überlegen, wie wir das genau machen, denn es war schon etwas ärgerlich, dass wir das Zeichen in der Zelle beim ersten Mal übersehen haben...(hat zuviel Zeit gekostest)
Auch das Thema "Looten" sollten wir diskutieren. Ich gehe eigentlich davon aus, da wir als Gruppe unterwegs sind, die "Beute" einigermassen gerecht geteilt wird und geschaut wird, wer was braucht. Dass Rataro mit seiner Goldgier vielleicht ein paar mehr Silbertaler/Zeug für sich einsackt ist OK, aber eine gewisse Gleichverteilung sollten wir beibehalten (das nur mal als präventiver Kommentar... noch ist Rataro ja nicht mit der ganzen Kohle abgehauen ;-)

-Noch ein Thema waren die Kämpfe. Obwohl Chrissi die Kämpfe schon einfacher gemacht hat und mit Heiltränken um sich geschmissen hat (keine Ironie.. wir haben ja für's erste Abenteuer glaub 5 oder 6 Heiltränke, mag. Artefakt, etc. bekommen), waren die Kämpfe doch hart am Limit und teilweise drüber. Vor allem innerhalb kurzer Zeit Bär, Räuberlager, Höhlenspinne, Skelette, He-Man (Thorwaler), Kämpferzwerg, Endgegner (Yala). Das war schon ziemlich heftig, wobei man auch sagen muss, dass ich super schlecht gewürfelt habe (was dann im Endeffekt auch den Spielspass gestern getrübt hat... 5/6 mal die 20 und auch sonst sehr schlecht pariert/attackiert während die Gegner Ihre Wuchtschläge/Finten regelmäßg geschafft haben.... und Chrissi hat teilweise die Würfe noch zu unseren Gunsten geschont). Brauche dann erstmal neue (gezinkte) Würfel ;-) Würde also sagen, dass die Kämpfe knapp über unseren Möglichkeiten waren. Ohne die Heiltränke und Meisters Hilfe wären wir definitv alle gestorben. Meine Gründe dafür:
-wir sind alle noch nicht so erfahren im Kampf gewesen und haben daher nicht optimal gekämpft
-Würfelpech
-Gegener am Anfang ein Tick zu stark (es soll ja schon noch eine Herausforderung sein, aber vor dem Endgegner mit 3 schwer Verletzten zu stehen ist dann doch hart).
-Zu viele Kämpfe hintereinander ohne die Möglichkeit der Regeneration.
-Nur einen Krieger in der Gruppe (hab mal geschaut, wenn ich nicht die Rüstung und den Vorteil Eisern gehabt hätte, dann hätte ich allein gestern 3 Wunden kassiert).
Nun, was heisst das ? Denke, dass müssen wir dann in der Gruppe mal diskutieren. Mir persönlich machen die Kämpfe schon Spaß, aber ich denke wir müssen uns da besser organisieren und schauen wir nicht jedesmal schwer verletzt aus einem Kampf rauskommen (bsp. für Erec und Rataro zumindest mal eine Lederrüstung... ihr habt jetzt innerhalb von 5-6 Spieltagen ca. 10 Kämpfe gehabt. da sollte man sich schon für weitere Abenteuer schützen ;-)

Ansonsten wiegesagt ein sehr schönes Abenteuer und ich hoffe, dass wir das Finale dann beim nächsten Mal noch schön ausspielen können. Und nochmal ausdrückliches Lob an den Meister (nach dem ich gestern den Zorn auf mich gewzogen habe, muss ich ja wieder was gut machen ;-). Die Abende waren immer schön vorbereitet und man hatte immer das Gefühl, dass man sich frei bewegen kann. Atmosphäre hat auch meistens gepasst und die gestrige (allgemeine) gereizte Stimmung schiebe ich auf die Spiellänge, bzw. auf die Tatsache dass es Sonntag nachts war und jeder morgens wieder raus musste.

Also in diesem Sinne auf weitere schöne Abende und auf einen hoffentlich fruchtbaren Diskurs ;-)
Gruß
Björn.
Colwyn_Prandolf
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Re: Feedback zum Abenteuer über den Greifenpass

Beitragvon Sayesra » Mo 26. Okt 2009, 16:53

Dann will ich auch mal ein bißchen meinen Senf dazugeben, obwohl das Abenteuer ja noch nicht wirklich ganz vorüber ist, nicht wahr? Wir müssen ja schließlich auch erst wieder zurück nach Gratenfels und da ist noch ein Spukraum, den es noch zu untersuchen gibt.
Aber der Hauptteil ist ja nun doch schon geschafft.
Also ich muss sagen, so alles in allem fand ich das Abenteuer auch sehr schön und vor allem abwechslungsreich. Man hat so gut wie alles erlebt auf dem Weg und ich denke, es ist auch jeder Charakter mit seinen Stärken zum Zug gekommen. Und ich finde, wir wurden auch schön in das Regelwerk eingeführt. Ich hab nur so meine Probleme, mir das alles so zu merken, v.a. was dem Kampf betrifft, aber das wird schon mit der Zeit. Ich denke auch mal, dass es nicht so einfach war, die ganzen Sachen auf DSA 4 umzumünzen, und was ich so mitgekriegt habe, wurde auch so manches verändert und erleichtert, zum einen, damit der Carlo das Abenteuer nicht wiedererkennt, zum anderen, damit wir zumindest ne Chance haben, mit den Gegnern fertig zu werden. Außerdem war es sehr schön, mit Musik zu spielen, was dem Gegen Ende haben dganzen noch mehr Atmosphäre verleit.
Aber man hat natürlich auch immer Sachen, die man nicht so toll fand (und ich früchte, das niederzuschreiben, wird erheblich länger, obwohl der Meister das wirklich nicht falsch verstehen darf, weil es mir echt viel Spaß gemacht hat). Alles in allem war das Ende für mich halt viel zu viel auf einmal mit Kämpfen für uns Mini-Pimpfe (und es sollte ja ein Einsteigerabenteuer sein, dachte ich, wo man so langsam an alles rangeführt wird) mit meiner Meinung nach einfach viel zu vielen starken Gegnern auf einmal, ohne große Pause zwischendurch für die Chars. Und auch nicht für die Spieler. Es war letztendlich einfach doch auch zuviel für einen Sonntag-Abend, wenn jeder nur noch an das Wecker klingeln am nächsten Morgen denkt. muss man rückblickend einfach so sagen. Das hätte man vielleicht doch nochmal teilen sollen, nachdem wir in der Mine schon so lange gebraucht haben. Zumal sich die Kämpfe einfach so in die Länge ziehen. Und das Rollenspiel blieb dabei auch ziemlich auf der Strecke, denn z.B. die Yalla hat nicht mal ein "Ihr könnt mich nicht Aufhalten. Zwerg, mach sie platt" inklusive ein irres Lachen ;) oder sowas von sich gegeben.
Und wie gesagt, für ein Einsteigerabenteuer fand ich das Ende etwas zu schwer. Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie war mit DSA 3 das Heldendasein sehr viel leichter, weil da gabs noch nicht so einen Unsinn wie Wunden und daraus resultierende Abzüge ;) . Es lag zum Teil auch am Würfelpech, dass wir so zugerichtet wurden, aber das kann man ja immer haben, wobei ich wiederum auch sehr viel Glück hatte. Und wenn die Chrissi nicht mit den Heiltränken rumgeworfen hätte, dann hätten wir wirklich entweder einen zweiten Anlauf gebraucht (nach einer Woche Dauerschlaf ;) ) oder wir wären vermutlich alle gestorben, schätze ich mal. Und dabei möchte ich nicht wissen, was die Yalla so alles im Petto hatte, was sie nicht ausgepackt hat.
Natürlich soll man es auch nicht zu leicht haben, weil dann wirds langweilig, und es ist schwer, so einen Mittelweg zu finden, aber vielleicht sollte man auch seinen Spielern ein bißchen Freiheiten gewähren und einfach probieren lassen, wenn man sieht, das wird so nichts, auch wenn es die Regeln seeeeehhhhhhrrr dehnt oder/und nicht besonders realistisch ist (denke da speziell ans Zwerg wegdrängeln und Diskussionen, ob man jetzt seine Waffe in der Hand behalten kann oder nicht wegen dem Gift und ob er sich auf die Rangelei überhaupt einlässt etc., obwohl man einen Krafttrunk intus hat, der in dem Fall vielleicht einfach den Vorteil bringt, dass man es schaffen kann, auch wenn man keine Sonderfertigkeit hat oder so. Man kann ja alles erschweren an Proben, aber man kann es ja mal versuchen lassen ohne lange Diskussion, nachdem man dann nur noch verunsichert ist. Wenns nicht glückt, dann glückts eben nicht, Ende aus, aber man bleibt nicht so frustriert zurück und weiss einfach nicht mehr, was einem stattdessen noch einfallen soll. Das lag aber vielleicht auch einfach nur an der Uhrzeit, dass mir das so besonders aufgefallen ist.).

Ach ja, und ich bin Björns Meinung, was das plündern angeht, dass das schon in der Gruppe aufgeteilt wird, dass jeder was hat. Ich finds ok, dass der, der es findet, so teilt wie Obelix den Kuchen, aber zumindest sollte jeder was kriegen, weil auch jeder irgendwie dazu beiträgt, dass derjenige, der die Schlösser knacken kann, auch zu den Schlössern hinkommt, um sie knacken. Ich meine damit, dass wir als Gruppe unterwegs sind, wo jeder seine Stärken hat und die dann ausspielt, wenn sie gebraucht werden, wie z.B. Gwaian im Kampf oder Erec bei den alten Schriften oder ich, wenn mal eine Frau gefragt ist ;) . Da ist es schon frustrierend, wenn einer alles einsteckt, nur weil die anderen das entsprechende Talent nicht haben, und deswegen der andere immer zuerst dran ist.

So, das wars erstmal von meiner Seite aus zum Feedback (hat mich zumindest ein bißchen vorm Einschlafen in der Arbeit bewahrt). Und ich freu mich schon aufs nächste Mal spielen und hoffentlich noch viele schöne Abenteuer. Love and Peace :D

Bis dann,
Dani
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Re: Feedback zum Abenteuer über den Greifenpass

Beitragvon hypergrish » Di 27. Okt 2009, 22:40

Na dann werde ich auch mal meinen Senf absondern...
Als erstes Mal eine Menge Lob an den Meister. Ich fand den Rollenspiel Part bei dem Abenteuer sehr gelungen. Meiner ansicht nach war vor allem die Stimmung (musikuntermalung etc.) ziemlich gut, und auch die Mischung von freier Erzählung und vorgelesenen Abschnitten war ausgewogen. Einen weiteren Daumen hoch gibts für die NPCs. Einige von denen haben wirklich viel Charakter und Persönlichkeit bekommen.
Ich kann mich nicht mehr wirklich an das letzte mal erinnern als ich das Abenteuer gespielt habe, auch wenn ich mich an Yala und die Eule noch irgendwie erinnern kann... und daran, dass wir in der Feenwelt waren. Aber ich glaube nicht, dass es damals so spannend und interessant war. Dafür noch ein großes Dankeschön.

Und jetzt das Aber: Aber das Kampfsystem ist Scheiße! Sorry aber das muss jetzt mal klar gesagt werden. Der interesanteste, realistischste und sinnvollste Kampf war der, bei dem der Meister jedem gesagt hat, wieviel Schaden er bekommen hat und gut war. Von mir aus können wir es gern auch in Zukunft so machen, denn im Moment machen mir die Kämpfe überhaupt keinen Spaß. Wegen der komisch Regeln und der Art wie wir "kämpfen" ("Ich mache nen Wuchtschlag +3... nicht pariert... Schaden 6... wohin?... auf die 15...") kann man sich meiner Ansicht nicht in den Kampf hinein versetzten. Dazu kommt dass man keine taktischen Möglichkeiten hat, auch wenn einem später vielleicht die Sonderfertigkeiten ein bißchen weiterhelfen, aber das sind auch keine taktischen Möglichkeiten.
Und dann ist es natürlich noch depremierender, wenn jeder Versuch irgendwie von dem AT-PA singsang abzuweichen mit unnötigen Proben torpediert wird. Dann hat man auch schnell keine Lust mehr sich Gedanken zu machen, wie man einen klar überlegenen Feind noch besiegen kann, als durch Glück oder durch Gwaian.
Und auf Hinblick auf die Argumentation "Das sind die Regeln"... ja, das stimmt... ich hatte auch mal nen Regelkonformen Bogenschützen, der hat auch keinen Spaß gemacht, aber beim letzten Kampf hätte ich den lieber gehabt. Das hätte zwar genauso wenig spaß gemacht, aber dann wäre die sachen wenigstens nach 2 Runden vorbei gewesen...
Vielleicht finden wir ja ne Möglichkeit in Richtung "Mehr Rollenspiel - Weniger Regeln". wenn das nicht gewünscht wird, bitte bescheid geben, dann werf ich meinen MunschkinCreator an und wir können zum klassischen Hack&Slay zurückkehren.

Zum thema Schätze & Co.: Ich persönlich habe kein Problem damit die Schätze zu teilen, die Frage ist, ob Rataro das auch so sieht. Irgendwo muss man die Goldgier ja ausspielen, oder? Wenn jemandem einen grund für Rataro einfällt das Gold zu teilen, bin ich immer ganz Ohr aber das Problem ist eben die Prinzipientreue Phexkirche (nix is umsonst).
Ach, und wo wir beim Thema Gold sind... ich finde es etwas merkwürdig, dass alle angeheuerten Söldner anscheinend entweder praktisch umsonst arbeiten, oder ohne Anzahlung...nur son Gedanke...
Und da waren sie wieder, meine drei Probleme...
hypergrish
 
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Re: Feedback zum Abenteuer über den Greifenpass

Beitragvon Sayesra » Mi 28. Okt 2009, 00:03

Muss ich mich direkt gleich einmischen (diesmal in grün, weil Farbe ist toll :D ).
Prinzipiell kann man auf dem Kampfsystem rumhacken (ich finds auch nicht so berauschend, v.a. wegen der Länge und so), wie man will, aber so ist es halt und an irgendwas muss man sich ja halten, sonst artet alles nur in unschöne Diskussion aus, die dann noch langweiliger und nerviger sind als der Kampf, weil wo zieht man die Grenze? Und irgendwie muss es ja auch schön sein, immer besser zu werden mit der Zeit und anderes ausprobieren zu können als wenn alles gleich klappt und man alles sofort kann. Ich weiss noch bei DSA 3, wo es fast schon zu leicht war, in allem gut zu sein, was, seien wir doch ehrlich, auch nicht realistisch ist. Und unser kleiner Krieger muss ja auch seine Stärken ausspielen dürfen, und das ist eben der Kampf. Wenn dann Würfelpech dazukommt, ist eben unschön, aber da können die Regeln nichts dafür. Und wenn wir dann mehr als Gruppe zusammengewachsen sind und jeder die schmutzigen kleinen Geheimnisse des anderen kennt, kann man auch gleich ganz anders an die Sache rangehen bzw. ich muss nicht in aller Heimlichkeit rummauscheln mit den unauffälligen Zaubern, damit ihr nicht merkt, dass ich ne Hexe bin. Ich muss z.B. sagen, mit dem Somnigravis hab ich echt ne starke Waffe an der Hand. Ich muss die Leute zwar sehen und nahe an sie ran, aber die Ohnmacht ist ne starke Modifikation für den Kampf, das darf man nicht vergessen, und der normale auch schon. Dann hab ich noch diverses anderes im Petto, was nur nichts bringt, wenn man keine Asp mehr hat ;)
Und dass für andere Unternehmungen Proben verlangt werden, finde ich auch in Ordnung, weil es kann immer was schief gehen. Bananenschalen gibt es überall, und jeder weiss, dass z.B. das einfache werfen auch nicht immer ganz leicht ist, auch wenn man es in der Situation vielleicht nicht glaubt (siehe Bundes-Jugend-Spiele, wo der Ball sicher immer direkt vor den Füßen gelandet ist ;) ). Werfen ist schon leicht, aber dahin zu treffen, wo man hin will, nicht unbedingt. Damit muss man einfach leben, auch wenns frustriert. Ich bin nur der Meinung, es sollte immer von der Situation abhängig gemacht werden, und da vielleicht etwas freier als die Regeln, wie man die Probe würfeln lässt (Erleichterungen gibts ja auch), z.B. Krafttrunk. Hat zwar bei Rataro was für den AT/PA Wert getan, aber im Prinzip sonst nichts, weil mit der Wuchtschlag Erschwernis ist das wieder total im Eimer gewesen. Aber man hätte z.B. entscheiden können, dass man beim Wegdrängeln mehr Erfolg hat oder was auch immer (z.B. normaler Schritt statt kleiner Mini-Schritt). Für mich ist die Wirkung dieses Trankes einfach irgendwie verpufft, was im Prinzip schade ist. Aber das kann man ja immer noch diskutieren. Im Nachhinein ist es auch immer leichter, sowas zu analysieren als während des Spiels zu fortgeschrittener Stunde. Soweit mal dazu.

Und was das "Nix is umsonst" angeht: Man möchte meinen, dass z.B. Gwaian schon oft genug Rataro vor dem Weg in Phexens Reich bewahrt hat, dass es als Gegenleistung zählen kann. Das meinte ich eben, dass jeder Stärken und Schwächen hat, die zum Gelingen beitragen. Und wir anderen haben nunmal Phexens Handwerk nicht erlernt und sind da auf Rataro angewiesen (dafür wird er sich schwer tun, Aureliani zu entziffern oder seinen Gegner zu verzaubern). Oder kann man sich folgendes Szenario vorstellen: "Ach Rataro, knacke doch bitte das Schloss für mich an dieser Truhe. Aber durchwühlen tu ich sie dann selbst ;) ." Wie gesagt, es muss ja nicht alles gerecht geteilt werden, aber zumindest etwas. Sayesra würde auch nicht alles fair teilen, weil bei ihr ist die Goldgier schon auch vorhanden. Und man muss auch seinen Charakter ausspielen, indem man z.B. kein Geld annimmt, weil es eine Ehre ist.

Soviel dazu. Gute NAcht.
Dani
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Re: Feedback zum Abenteuer über den Greifenpass

Beitragvon Colwyn_Prandolf » Mi 28. Okt 2009, 13:08

Jawoll, jetzt geht doch mal die Diskussion richtig los !

Nochmal grundsätzlich zum Thema Proben und Würfeln: ich finde es gut, dass wir relativ viele Proben würfeln, denn ansonsten bräuchte man sich ja nicht mit dem Char und seinen Werten zu beschäftigen und das ganze verkommt mehr zum Geschichten erzählen als denn zum RollenSPIEL. Das Gegenbeispiel war Effi als Meister. Da sahen RP-Abende so aus, dass Effi als Meister ne Story erzählt hat und man hatte noch die Entscheidung, was man in der Taverne bestellt, überspitzt ausgedrückt. Kämpfe waren so rar gesäht, dass bis zum Schluß das Kampfsystem nicht jedem klar war genauso wir Proben auf irgendwas (Würfeln musste man so gut wie nie, denn es klappte eh alles, was man wollte... nur bei ganz krassen Sachen wurde dann mal ne einfache Probe verlangt)
Also dahin möchte ich nicht mehr kommen !

Thema Kampf:
OK, gehen wir konkreter auf die Forderung "Mehr Rollenspiel - weniger Regeln" ein. Ich würde hier einen goldenen Mittelweg vorschlagen. Klar will niemand eine endlose Würfelorgie, in der die Stimmung flöten geht, aber wenn wir keine Regelbasis mehr haben und nur noch "nach Gefühl" spielen ist das auch nichts. Ich verstehe, dass die Nicht-Krieger im Kampf (und ich derzeit auch) nicht wirklich viel machen können ausser Attacke/Parade zu würfeln und dass das mit der Zeit wirklich eintönig wird. Bei mir wird es dann im Laufe der Zeit mit den Sonderfertigkeiten besser, weil ich dann auch eine Taktik im Kampf ausspielen kann (mache ich ne Finte, Wuchtschlag, versuche ich den Gegner zu entwaffnen, renne ich ich mit meinem Schild um, mache ich einen Befreiungsschlag etc.). Von daher verstehe ich den Wunsch von Carlo, dass auch kreative Ideen während des Kampfes besser gefördert werden sollten, gerade weil wir von den reinen Werten doch eher schlecht sind.

Ich nehme jetzt mal das Beispiel als Rataro das brennende Kissen geworfen hat. Er wollte es ja nur ungefähr in den Gang werfen und musste da auf seinen Fernkampf-Basis von 7/8 würfen. d.h. statistisch trifft er weit über die Hälfte seiner Würfe nicht, was eben Quatsch ist. Hier hätte es meiner Meinung genügt, wenn er auf einem W20 keine 19/20 gewürfelt hätte (Bananenschale kann natürlich immer passieren). Er wollte ja nicht auf den Zwerg selbst werfen, etc...Ich weiss, dass es dafür auch wieder eine Sonderfertigkeit gibt (bsp. improvisierte Waffen), was vielleicht für Carlos Char interessant wäre.

Von daher wäre ich auch dafür die Regeln bei den Kämpfen etwas lachser zu halten und die Erschwernisse nicht immer ganz so hoch zu machen wie es lt. System sein müsste (aber eben auch nicht drauf verzichten).

"Einfache Kämpfe" müssen wir, wie wir es schon praktiziert haben, nicht bis zum letzten Würfelwurf ausbaldowern. Sind wir klar im Vorteil, dann genügt der abgekürzte Kampf.

Wäre das ein Schritt in die richtige Richtung, Carlo ?

Thema Looten/Goldgier:
Zu allererst ist Golgier ein Nachteil. Wenn der Nachteil darin bestünde, reicher als der Rest zu Gruppe zu werden, dann ist was faul im Staate Aventurien ;-)
Hab ehrlich gesagt mich bisher wenig mit der Phexkirche und Phexgeweihten beschäftigt uns jetzt nur mal auf die Schnelle was im I-Net zusammengesammelt. Da steht allerdings schon, dass Phexgeweihte immer versuchen einen Vorteil für sich rauszuschlagen und dass sie normalerweise nichts (für die Gruppe) ohne Gegenleistung machen. Insofern schwierige Sache, da Rataro sich ja schon öfter für die Gruppe eingesetzt hat und offensichtlich keinen Lohn dafür erhalten hat (bspw. meine Heilung). Von daher könnte der Loot seine "Gegenleistung", bzw. der Vorteil sein. Schwierige Sache, die dann im Rollenspiel gelöst werden muss. Schließlich braucht es auch immer ein paar Konflikte innerhalb der Gruppe, um Würze in das Ganze zu bringen.

Grundsätzlich finde ich die "Preispolitik" in Aventurien auch schwierig. Wie kommt man als normaler Held denn an Geld ? Wir haben jetzt Tränke und Artefakte im Wert von mehreren 100 Dukaten verpulvert. Jeder von uns hat gerade mal 2-3 Dukaten, d.h. wir hätten uns nicht mal einen Trank regulär leisten können. Es soll ja nicht gerade überall ne Schatztruhe mit Juwelen und Gold rumstehen, aber allein, wenn wir uns mal Pferde für die Gruppe holen wollten, sind wir wieder bei ein paar 100 Dukaten. Rüstungen/Tränke etc. sind derzeit völlig unerschwinglich. So beschränkt sich die Ausgabe der Gruppe momentan auf Proviant und Unterkunft, weil mehr nicht drin ist.
Wiegesagt schwierige Sache, denn ich weiss auch nicht so genau wie man das lösen sollte.

Prinzipiell ist es glaub ich der Königsweg im Rollenspiel die Gruppe motiviert zu halten, was Kämpfe, Gold, Aufgaben, Rätsel angeht. Man will nicht mit allem überhäuft werden und alles als zu einfach empfinden, aber eben auch nicht deprimiert sein, weil sie die ganzen Mühen sich nicht lohnen, etc.

Es ist noch zu früh darüber was zu sagen, da wir nicht mal die "Belohnung" des ersten Abenteuers erhalten haben. Ich vertraue da auf unseren Meister, dass er da einen guten Weg für das Wohl der Gruppe findet ;-)
Aber komisch findes ich es ebenfalls, dass nur sehr wenig Geld bisher gefunden wurde ;-)

Generell lässt sich aber sagen, dass jeder gerne weiterspielen will und das ist ja schon mal eine gute Sache und ideale Basis für weitere Diskussionen.

Gruß
Björn
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Re: Feedback zum Abenteuer über den Greifenpass

Beitragvon Sayesra » Mi 28. Okt 2009, 14:10

Ich denke mal, die Goldgier ist mehr dafür bestimmt, dass man sofort alles haben will, wenn man nur was glänzendes sieht und damit sich und die Gruppe schlicht und einfach in Gefahr bringt. Ich hab da auch einen relativ hohen Wert, aber für mich geht es da weniger darum, dass ich deswegen nicht teile oder so, sondern einfach alle Vorsicht in den Wind schieße, wenn man was goldenes sieht. Beispiel silberne Armreifen: Jeder versucht auf Rataro einzureden wie auf ein krankes Schaf, dass sie sicherlich gefährlich sind, aber weil er seine Probe bestanden hat, nimmt ers trotzdem. Hätte mir auch so gehen können.
Der Phexgeweihte ist schon ein bißchen was anderes, aber die Sache mit Leistung und Gegenleistung ist für eine Gruppe nicht immer ganz leicht ausspielbar und muss nicht immer was mit Geld zu tun haben. Das meinte ich bei meinem letzten Beitrag. Ich meine, die Sache sieht doch folgendermaßen aus: Gwaian steht meistens ganz vorne und wird auch das meiste abkriegen, aber so schützt er die anderen, auch Rataro, also hat er ja seinen Beitrag geleistet und kann spieltechnisch vom Geweihten geheilt werden. Natürlich wird es einem Phexeweihten schwer fallen, Gold aus den Händen zu geben, aber ich denke, das ist nicht alles, was der Phexgeweihte will, falls ich das richtig verstanden hab.

Und mir kommen die Preise ziemlich teuer vor, was allein Essen und ne Übernachtung kostet. Besondere Sachen ok, aber wozu braucht man eigentlich Heller? Ich hab ja aber für mich die Möglichkeit, Geld zu verdienen, zwar keine Massen, aber immerhin. Hätten eure Charaktere mal was gescheites gelernt, wär das alles nicht so tragisch ;)

So, muss mal ausnahmsweise weiterarbeiten.

Bis dann
Dani
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Re: Feedback zum Abenteuer über den Greifenpass

Beitragvon Gashenja » Do 29. Okt 2009, 00:24

So, dann will ich mich nun auch mal zu Wort melden…

Schön ist es auf jeden Fall zu hören, dass euch das Abenteuer Spaß gemacht hat, auch wenn es noch nicht ganz zu Ende ist. Kommen wir also gleich zum offensichtlichen Stein des Anstoßes: das Kampfsystem.
Ich glaube aber, dass das diesmal auch deswegen so extrem frustrierend gelaufen ist, weil der Abend einfach viel zu lange gedauert hat und eigentlich alle mit dem Abenteuer fertig werden wollten. Auch war meine Stimmung allgemein an dem Tag nicht so besonders. Ist euch aber sicherlich vollkommen entgangen. :oops:

Vorne weg, weil das sicherlich auch für euch frustrierend war: die Gegner waren für euch einen Tick zu hart. Mir fällt es im Moment noch schwer, richtig einzuschätzen, wann ein Gegner für euch eine Herausforderung darstellt und wann er euch überfordert. Insbesondere „Einzelgegner“ müssen schon einiges an Erfahrung mitbringen, damit sie eine ganze Gruppe beschäftigen können. Deshalb waren sie auch deutlich stärker als ihr ausgelegt, denn sie innerhalb von 2 Runden tot zu prügeln macht auch keinen Spaß. Ich bin halt neu im DSA4-Meistergeschäft und muss mich da auch erst langsam herantasten…
Außerdem wollte ich euch vor Augen führen, dass auch ihr – mit mehr Erfahrung – wesentlich mehr im Kampf reißen könnt als das jetzt der Fall ist und Kämpfe viel taktischer ablaufen können als AT/ PA. Das entscheidende sind, wie schon gesagt, die ganzen (Kampf-)Sonderfertigkeiten (SF).

Außerdem dürft ihr die magische Unterstützung niemals unterschätzen. Einen Magiebegabten dabei zu haben ist in vielen Situationen ein extremer Vorteil, der mit nichts aufzuwiegen ist. Das Problem ist halt, dass alles derzeit noch heimlich geschehen muss und man so nicht seine vollen Möglichkeiten ausschöpfen kann.

Klar, die Aktion mit dem Kissen war – im Nachhinein betrachtet - ein wenig übertrieben, aber mir hat sich die Situation so dargestellt: du zündest ein Daunenkissen an, das innerhalb kürzester Zeit anfängt, lichterloh zu brennen. Dann wirfst du das brennende Kissen in die Richtung der Wendeltreppe. Soweit so gut. Aber direkt neben der Treppe standen Erec und Gwaian und mit nur kleiner Abweichung können sie doch leicht getroffen werden mit den entsprechenden Konsequenzen. Daher die Probe.

Wie schon mal gesagt: es gibt die SF Improvisierte (Wurf)Waffen, mit der genau solche Aktionen abgedeckt sind, diese besitzt aber derzeit noch niemand. Und ohne die entsprechende SF sind bestimmte Aktionen einfach nicht (oder nur erschwert) möglich. Es würde das Spielgleichgewicht total zerstören, wenn alle alles können, egal ob jemand die AP dafür ausgegeben hat oder nicht. Ich hoffe, ihr versteht das…

Wir können uns auch gerne nochmal hinsetzen und ich beschreibe euch einige Sonderfertigkeiten, die für euch interessant sein könnten. Ich habe ein paar ja auch schon mal im Regelforum genannt. Ich möchte das Kampfsystem eigentlich nicht komplett neu erfinden, sondern lieber nochmal von vorne beginnen und alles in Ruhe erklären. Ich bin am Anfang einfach zu schnell vorwärts gegangen mit den Regeln, einfach weil ich es eben gewohnt bin, dass alle Leute um mich herum sich gut genug auskennen. Das war ein Fehler von mir.
Es gibt durch die verschiedenen Sonderfertigkeiten unzählige Möglichkeiten, einen Kampf spannend und abwechslungsreich zu gestalten. Trotzdem hat man – wie schon immer bei DSA – ein System, das auf Attacke UND Parade besteht. Das zieht natürlich die Kämpfe in die Länge, aber mit einer einfachen Finte (=Basic-Fähigkeit) kann man sich schon behelfen.

Das Problem allgemein ist: ihr seid nun mal erst in eurem allerersten Abenteuer und habt nun vorsichtige Schritte in die große weite Welt macht und natürlich fallen einem da Dinge einfach schwerer als einem Veteranen auf seinem Gebiet. Aber das ist ja auch das schöne am Rollenspiel: je weiter man kommt und desto mehr Erfahrung man sammelt, desto besser werden die Charaktere.

Ob die Belohnung angemessen sein wird oder nicht, müsst ihr zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden. Dass ich jedoch geizig war kann mir niemand vorwerfen: magische Artefakte und (wirklich gute!!!!!) Alchemika konntet ihr überall finden. Aus meiner eigenen DSA4-Erfahrung weiß ich aber, dass diese Dinger nie lange Bestand haben. Aber lieber den 30 Dukaten-Heiltrank versoffen, als das Leben gelassen. Und Helden haben immer notorisch zu wenig Geld in der Tasche, aber das liegt auch daran, dass Helden ihr Geld für luxuriöse Dinge ausgeben wie Tränke, Pferde, Waffen und Rüstungen… Ein Alrik-Normal-Verbraucher kann sich so etwas in seinem ganzen Leben nicht leisten.

So, langer Rede, kurzer Sinn: ich glaube fest daran, dass wir das Kampfproblem in den Griff bekommen werden, wenn „beide Seiten“ ein wenig nachgeben.
Gashenja
 
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Re: Feedback zum Abenteuer über den Greifenpass

Beitragvon Sayesra » Do 29. Okt 2009, 18:00

Nö, hat man überhaupt nicht gemerkt, dass deine Stimmung nicht gerade besonders gut war ;) Die Sache mit dem Leberkäs haben wir nämlich alle gar nicht mitbekommen :D

Viele Grüße,
Dani
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